Marktsektor
Privat und öffentlich
Anzahl der Wohnungen und Gebäude
127 Wohnungen, zwei Bürotürme, ein Co-Working, ein Hotel und ein Restaurant.
Fläche (m2)
106 800
Art der Wärmequelle
Geschlossene Geothermie und Riothermie
Projektnummer
K-0182
Ort
Nordviertel
Art des Marktes
DBFMO
Verbrauch
(warm/kalt)
1.496 MWh
Empfänger
Bruxelles Environnement, Foyer Laekenois, Zin, WhiteWood
Zuweisung
Wohngebiet
Datum des Beginns/der Beendigung der Arbeiten
Ende 2025 – Mitte 2027
Betrag ohne MwSt.
(gesamtes Projekt)
6,5 M€
Erneuerbare Energie für Büros und Wohnungen
Ein Wärmenetz zur nachhaltigen Versorgung der Infrastruktur des Nordviertels.
Ziele des Projekts
Be.SHARE ist ein europäisches Projekt in Brüssel für ein Niedertemperatur-Wärme- und Kältenetz im Nordviertel, das durch Geothermie und Riothermie gespeist wird. Es wird von Brüssel Umwelt in einem Konsortium mit Sibelga, Vivaqua, Karno, der VUB und Convivence asbl getragen und von der EU mit 5 Mio. EUR finanziert.
Nutzung von Geothermie
Geothermie ist eine erneuerbare Energiequelle, die auf der Nutzung der natürlichen Wärme im Untergrund beruht. Im Rahmen von Wärmenetzen kann diese Wärme über flache oder tiefe Bohrungen aufgenommen und über ein Wassernetz verteilt werden. Diese Technologie hat den Vorteil, dass sie lokal verfügbar, das ganze Jahr über stabil und mit geringen Treibhausgasemissionen verbunden ist. Durch die Mobilisierung dieser nachhaltigen Ressource kann die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen stark reduziert werden, während gleichzeitig eine kontinuierliche und kontrollierte Energieversorgung gewährleistet wird.
Riothermie nutzt die Wärme, die in Abwasser enthalten ist, egal ob es sich um häusliches Abwasser, Abwasser aus einem Kanalnetz oder einer Kläranlage handelt. Dieses Wasser, das in der Regel eine Temperatur zwischen 12 und 20 °C hat, ist eine interessante Energiequelle für Wärmepumpen. Durch die Integration in ein Wärmenetz ermöglicht Riothermie die Nutzung einer lokalen, konstanten und bislang wenig genutzten Energie, die zur Dekarbonisierung des Wärmesektors beiträgt und gleichzeitig eine bereits in der Region verfügbare Ressource nutzt.
Die Integration von geothermischer Energie und Riothermie in Wärmenetze ist daher eine wichtige Strategie für den Energiewandel und die Reduzierung des CO2-Fußabdrucks.
Auswirkungen des Projekts
Eingesparte Energie
1.496 MWH
Grüne Wärme, die in einem Jahr produziert wird
CO2-Reduktion
1 569 440 T
Vermeidung von CO2 pro Jahr
Geringe Kosten
100 %
Dekarbonisierte Wärme
Nutzen für die Gemeinschaft
Die Entwicklung des Fernwärmenetzes im Quartier Nord bietet konkrete Vorteile für die Gemeinschaft, indem es eine grüne und kostengünstige Wärmequelle bereitstellt. Durch die Nutzung erneuerbarer Energie aus Geothermie und Riothermie senkt das Projekt die Kosten und verringert den lokalen CO2-Fußabdruck und trägt zu einer gesünderen und nachhaltigeren Umwelt bei.

